Stimmwirbel erneuern – wann und warum?

Ein Klavier, das sich nicht mehr richtig stimmen lässt oder die Stimmung kaum hält, hat nicht zwangsläufig einen schwerwiegenden Defekt. Oft steckt ein einfacher, aber entscheidender Grund dahinter: die Stimmwirbel.

Was sind Stimmwirbel?

Stimmwirbel sind die konischen Metallstifte, um die die Saiten des Klaviers gewickelt sind. Sie sitzen im sogenannten Stimmstock, einem massiven Holzblock hinter der Klaviatur, und halten die Spannung jeder einzelnen Saite. Ein modernes Klavier hat bis zu 240 davon.

Damit ein Klavier stabil gestimmt bleibt, müssen die Stimmwirbel fest und präzise im Stimmstock sitzen. Nur dann kann der Klavierstimmer die Spannung einer Saite exakt einstellen und sie bleibt dort, wo sie hingehört.

Wann werden Stimmwirbel zum Problem?

Mit zunehmendem Alter oder bei ungünstigen Lagerbedingungen wie dauerhafter Trockenheit, kann das Holz des Stimmstocks schwinden. Die Stimmwirbel sitzen dann nicht mehr fest genug, drehen sich beim Stimmen zu leicht und geben die eingestellte Spannung wieder nach. Das Ergebnis: Das Klavier lässt sich kaum noch vernünftig stimmen oder fällt kurz danach wieder aus der Stimmung.

Was kann man tun?

Es gibt zwei Möglichkeiten:

1. Nur die Stimmwirbel austauschen
Neue, etwas stärkere Stimmwirbel greifen besser im Stimmstock und stellen die Stimmstabilität oft zuverlässig wieder her. Die vorhandenen Saiten bleiben dabei erhalten, das ist die schnellere und günstigere Lösung.

2. Stimmwirbel und Saiten gemeinsam erneuern
Wenn die Saiten ohnehin alt, oxidiert oder klanglich ermüdet sind, lohnt es sich, beides zusammen zu erneuern. Neue Saiten bringen spürbar mehr Klangreichtum und Brillanz – das Klavier klingt danach oft wie ein anderes Instrument.

Ulf Nagel

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